Jan Pöltner

  • Gründer
  • Geschäftsmann
  • Gummibärensüchtig

Jan ist der Gründer von "1000 to do in Vienna", "1000 things to do in Austria" und "lifethings". Er ist ein charismatischer Entrepreneur auf der einen und ein extrem witziger Best Buddy auf der anderen Seite.

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Meine 24 Stunden in Wien

Zu Beginn muss ich sagen, dass ich und mein Team täglich verschiedenste Orte, coole Lokalitäten oder Events aus Wien und ganz Österreich auf unserer Website www.1000things.at vorstellen – also unbedingt auch dort informieren 😉

So, los geht’s:

Ich beginne meinen Tag sehr gerne im Café der Provinz, im Herzen der wunderschönen Josefstadt, dem 8. Bezirk Wiens. Die Crêpe, Kaffeevariationen und Omeletts sind sehr lecker, aber vor allem den Brunch am Wochenende gönne ich mir von Zeit zu Zeit sehr gerne. In der warmen Jahreszeit gibt es einen kleinen Gastgarten, der in einer total ruhigen Seitenstraße gelegen einen wunderbaren Blick auf die Piaristenkirche ermöglicht, aber auch drinnen ist das Café sehr gemütlich.

Nach dem Frühstück brauche ich meistens einen kleinen Spaziergang, vor allem, da ich sowieso schon mitten in einem der schönsten Teile Wiens bin. Durch die Josefstadt gehe ich in Richtung Rathaus und mache ein paar Hipstergramfotos. Vom Rathaus aus führt mich mein Weg zum MuseumsQuartier. Hier treffe ich mich mit meinen Freunden in den warmen Monaten bestimmt alle paar Tage, um im Innenhof des MQs (wie wir in Wien sagen), ein paar Dosenbier zu trinken. Wenn du mal kein Bier dabei haben solltest: egal. Alle paar Minuten kommt ein „Rucksacktyp“ vorbei und bietet dir um die 2 Euro ein neues an, meistens ist das Bier sogar noch kühl.

Da es aber erst Nachmittag ist, steuere ich je nach Angebot eine der Ausstellungen in den verschiedenen Häusern des MuseumsQuartiers an oder gehe die Treppe links vom MuMok ganz hoch (das ist der große graue Würfel). Nach dem Durchgang lassen sich auf einem kleinen Vorsprung MQ-Fotos mit einer anderen Perspektive machen (die vom Innenhof hat ja jeder). Von dort geht’s weiter. Auf der Brücke vor dem Durchgang habt ihr einen wunderbaren Blick auf Glacis Beisl, eines meiner Lieblingslokale am Abend, es ist so grün, dass man sich wundert in der Großstadt zu sein.

Nun bin ich im 7. Bezirk Wiens, dem Neubau oder auch Hipsterhausen genannt. Gefühlt täglich eröffnen hier neue Cafés, 2nd Hand-Shops (empfehlenswert z.B. die Burggase 24), Frisöre oder Restaurants – lasst euch einfach treiben. Vor allem über den Spittelberg spaziere ich extrem gerne, ich fühle mich dabei fast ein wenig wie in Italien. Am unteren Ende des „Bergs“ findet ihr eines meiner Lieblingslokale, erst im Frühling 2016 eröffnet und trotzdem schon einer meiner Favoriten: Das Erich. Schöner Gastgarten (oder Schanigarten, wie wir in Wien sagen), die angebotenen Gerichte sind klein aber sehr, sehr fein. Achtung: In den kälteren Jahreszeiten solltet ihr unbedingt reservieren, drinnen ist nämlich kaum Platz.

Diesmal gehe ich aber weiter, denn nur einen Steinwurf vom Erich gibt es den Eisladen Veganista. Hier wird ausschließlich (Überraschung) veganes Eis angeboten, erst vor zwei Jahren gegründet gibt es mittlerweile schon mehrere Filialen in Wien, sogar bis in die USA hat es das Eis geschafft. Kein Wunder also, dass die Schlange oft bis auf die Straße hinausgeht. Aber: unbedingt anstellen, es lohnt sich wirklich. Vegane Eissorten wie Germknödel, Matcha, Heidelbeer-Lavendel oder Marillenknödel machen sofort jeden Wartefrust vergessen. Mit dem Eis in der Hand spaziere ich quer durch den 7. bis zu einem meiner Café-Favoriten, dem Liebling. Zwar (leider) schon lange kein Geheimtipp mehr, trotzdem ungemein nett. Hier trinke ich meistens, ganz passend zum Bezirk, ein Club Mate und lese die Zeitung oder ein Buch. Auch zum Arbeiten ist das Liebling definitiv empfehlenswert.

Da ich ein Mensch bin, der oft und gerne Hunger hat, mache ich mir dann natürlich schon bald Gedanken über mein Abendessen. Nach ausgiebiger Lektüre und einem Koffein-Club-Mate-Rausch im Liebling, führt mich mein Weg zu Fuß zu den 1500 Foodmakers im Erdgeschoss des 25hours Hotel Wiens. Schon alleine der coolen Einrichtung wegen solltet ihr im Restaurant und Hotel vorbeikommen. Mein Favorit ist die Pizza mit Ziegenfrischkäse, Lauch Knoblauch und Speck.

Das wahre Highlight habe ich euch nun aber verschwiegen, nach dem Essen nehmt ihr den Aufzug hinter dem Restaurant und fahrt bis in den obersten Stock, dort findet ihr den Dachboden, eine der beliebtesten Bar Wiens. Warum? Coole Einrichtung und ein Ausblick über die ganze Stadt. Kaum zu glauben, dass hier früher ein Studentenheim war.

Auch ich habe von Zeit zu Zeit am Dachboden mit meinem Fashion Label lifethings einen „Rooftop Pop-Up“, bei dem ich mit anderen Designern Ware verkaufe. Vielleicht auch gerade, wenn du in Wien bist? Grundsätzlich solltet ihr am Dachboden nicht zu spät kommen, abends wird es nämlich sehr voll, ab 15h ist geöffnet und reservieren ist im Voraus nicht möglich.

Nach ein paar Selfies am Dachboden mit Wienhintergrund geht es langsam in Richtung Abendprogramm. Ich persönlich liebe die Wiener Heurigen. Wikipedia bezeichnet die Heurigen als „Lokalität in denen Wein ausgeschenkt wird“, das trifft es wohl sehr gut. Natürlich bekommt ihr dort, wenn ihr zuvor noch keine Lust auf Pizza hattet, sehr leckere Hausmannskost. Man bezahlt zumeist nach Gewicht des selbst zusammengestellten Gerichts, dazu trinkt man (jede Menge) Wein. Ich würde den Besuch fast als Pflicht bezeichnen. Wenn ihr nicht beim Heurigen wart, wart ihr nicht in Wien. Sehr viele davon gibt es am Stadtrand, etwa in Nußdorf oder noch weiter oben am Kahlenberg (inkl. Ausblick über ganz Wien). Dort gibt es auch einen „Heurigenexpress“ aka Rauschtour, bei dem man von Heurigen zu Heurigen gekarrt wird, sehr lustig, aber am nächsten Tag solltet ihr euch dann nicht zu viel vornehmen.

Ich bleibe heute aber direkt im Zentrum und kehre beim G’schupften Ferdl ein, einem Heurigen mitten in der Stadt, gelegen in einem schönen Innenhof. Hier war schon oft der Startschuss mit einigen Freunden in einen unvergesslichen Abend (oder doch). Neben dem Wein schleicht sich zu fortgeschrittener Stunde nämlich auch der ein oder andere Schnaps dazu. Vom Ferdl ziehe ich dann manchmal in den nahegelegenen Club Titanic weiter (haltet vor allem nach der Veranstaltung „On Fleek“ Ausschau, da geht’s wirklich ab). Alternativ geht’s je nach Lust und Laune in die Pratersauna (nach der Neuübernahme leider nicht mehr so toll wie früher), den Volksgarten (Achtung: Eher fancy und teuer), das Celeste (vorher das Programm checken) oder für Techno in die Grelle Forelle. Egal wo ihr landet, wenn ihr in den frühen Morgenstunden rausstolpert, solltet ihr es definitiv wie ich machen und einen der „Wiener Würstelstandl“ aufsuchen und euch dort noch eine „Eitrige & ein Sechzehnerblech“, wie wir in Wien sagen, gönnen (Käsekrainer und eine Dose Bier). Empfehlenswert sind hier z.B. der Bitzinger oder Würstel Leo.

 

Dann aber ab ins Bett…oder noch zur Afterhour ins Sass, Werk oder Puff? (Die Bar heißt wirklich so).

Locations



Café der ProvinzMaria-Treu-Gasse 1-3, 1080 Wien, Österreich

Französisches Café mit einem entzückenden Gastgarten und sehr leckerem Brunch-Buffet am Wochenende.
MuseumsQuartierMuseumsplatz 1, 1070 Wien, Österreich

Der Treffpunkt zu jeder Jahreszeit, auch die Ausstellungen in den Museen sind oft sehenswert.
Glacis BeislBreite G. 4, Wien, Österreich

Lokal, das einem vor allem in der warmen Jahreszeit den Eindruck gibt, mitten im Grünen zu sein.
Burggasse 24Burggasse 24, Wien, Österreich

Hipster 2nd Hand Shop der Stadt.
ErichNeustiftgasse 27, Wien, Österreich

Wunderschöner Gastgarten, leckere kleine Gerichte.
VeganistaNeustiftgasse 23, Wien, Österreich

Bestes Eis Wiens.
LieblingZollergasse 6, Wien, Österreich

Ein echter Allrounder, egal ob für Tinderdates, zum Arbeiten oder „was trinken“ mit Freunden.
1500 Foodmakers / DachbodenMuseumstraße 9, Wien, Österreich

Ideal um vorm Dachboden noch eine Pizza zu essen.
Zum Gschupftn FerdlWindmühlgasse 20, Wien, Österreich

Bester Heuriger in zentraler Lage, cooles Team.
Club TitanicTheobaldgasse 11, Wien, Österreich

Underground Club, eine Institution seit mehr als 30 Jahren.
PratersaunaWaldsteingartenstraße 135, Wien, Österreich

Seit der Neueröffnung leider nicht mehr das Selbe, im Sommer dennoch absolut sehenswert.
VolksgartenBurgring, Wien, Österreich

Schickeria Wiens, lange Schlange, trotzdem oft coole Parties.
CelesteHamburgerstraße 18, Wien, Österreich

Kommt schwer auf das Programm an, sehr billiger Eintritt, cooles Publikum.
Grelle ForelleSpittelauer Lände 12, Wien, Österreich

Elektronischer Hotspot Wiens, am Donaukanal gelegen, netter Outdoorbereich.
BitzingerAugustinerstraße 1, Wien, Österreich

Würstelinstitution in Wien, aber eher gehobenere Preise.
Würstelstand LeoDöblinger Gürtel 2, Wien, Österreich

Traditionsstandl, leider nicht so zentral gelegen, wirkt etwas heruntergekommen, ist aber wirklich gut und „Ur-wienerisch“.
NußdorfNußdorf, Wien, Österreich

Hier gibts die besten Heurigen der Stadt.
KahlenbergKahlenberg, Wien, Österreich

Super Alternative für die besten Heurigen Wiens.
SassKarlsplatz 1, Wien, Österreich

Einer der neuesten Clubs in WienA club with a modern design: Kronleuchter, goldene Verzierungen und alles in chic und cool.
Das WerkU-Bahn Bogen 332, 1090 Wien, Österreich

Das Werk is close to the club Grelle Forelle, and is a perfect afterhour location. Also a concert venue, movie theater, exhibition space and club rolled into one.
Puff, die BarGirardigasse 10, Wien, Österreich

Für die ganz späten bzw. ganz frühen Stunden.
"Ich liebe es, dass hier ein Hot Spot direkt neben dem nächsten liegt."
  • Einer meiner Lieblings-Heurigen: Zum Gschupftn Ferdl. © Mark Gassner
  • Zum Gschupftn Ferdl serviert erstklassiges Essen und Wein - unbedingt mit Schnaps! © Mark Gassner
  • I love to have dinner at Glacis Beisl. © Glacis Beisl
  • Das Restaurant 1500 Foodmakers ist die perfekte Location für ein witziges Dinner mit einer großen Gruppe Freunden. © Stephan Lemke
  • Nimm den Lift bis ganz nach oben in den Dachboden! © Stephan Lemke
  • Tanz dich durch die Nacht im Sass. © Sass
  • Essen und Design, beides mega. © Stephan Lemke
  • Nimm dir die Zeit und die Muße für ein veganes Eis (Germknödel!) bei Veganista! © Veganista
  • Die besten Sommernächte kannst du hier haben im Gschupftn Ferdl. © Mark Gassner
  • Besondere Empfehlung: die Pizza im Restaurant 1500 foodmakers. Ohne Übertreibung, es hat mein Leben verändert. © Stephan Lemke
  • © Sass
  • Der Dachboden ist der perfekte Start für eine lange Nacht. © Stephan Lemke
  • It’s all about bass and beats at Sass! © Sass

Meine Gedanken über Wien

Was magst du an deinem Reiseziel?

Wien ist Großstadt und dann doch irgendwie wieder Dorf. Ich liebe es, wie schnell man von Punkt A nach Punkt B kommt – innerhalb von 30 Minuten kann ich entweder am Wasser der Donau sein und baden, in der Wildnis des Wienerwalds oder auch im totalen Zentrum einen Kaffee trinken. Das hat man in kaum einer Großstadt.

Welche Musik passt am Besten zu deinem Reiseziel?

Am Morgen: https://www.youtube.com/watch?v=xWq0EVj3pVA

Am Nachmittag: https://www.youtube.com/watch?v=qByHiwXiBBg

Am Abend: https://www.youtube.com/watch?v=gMrH_UdPrY8

Was muss man an deinem Reiseziel gemacht haben?

Im Sommer im MuseumsQuartier oder am Donaukanal das ein oder andere Bier   oder Spritzer (Weinschorle) kippen. Unbedingt nach Partykonzepten wie „Spontan Techno“ Ausschau halten, das ist eine riesige Open Air Party, wie der Name schon verrät über Facebook ganz spontan angekündigt und das Alles bei freiem Eintritt.

Good Times im Restaurant 1500 foodmakers in Wien. © Stephan Lemke

Mache eine Reise in Mein Leben

Was ist deine persönliche Geschichte?

Ich bin eigentlich ein richtiges Landei und stamme ursprünglich aus dem oberösterreichischen Salzkammergut. Für alle, denen das nichts sagt: das ist ca. 45 Minuten von Salzburg. Für alle, denen Salzburg nichts sagt: 1. shame on you 😛 2. Sound of Music! Ich bin erst vor fünf Jahren nach Wien gekommen, ganz klassisch –zum Studieren. Mittlerweile ist die Stadt mein Lebensmittelpunkt in puncto Liebe, Arbeit und Freunde.

 Der beste Moment des Tages?

Der Moment, wenn ich am Vormittag mit einer Melange (klassischer Wiener Kaffee) auf der Büro-Dachterrasse sitze und überlege, welche Seiten Wiens und Österreichs ich der Community heute präsentiere.

Was inspiriert dich?         

Alle Start-Ups, die mit uns gemeinsam im Büro sitzen; wir sind alle im selben Alter und haben irgendwas mit Medien zu tun 😉 Wir motivieren und inspirieren uns     gegenseitig!

Wie würde dich ein guter Freund beschreiben?

Zuverlässiger Macher, der weiß was er will im Leben.

5 Worte, die dich und deinen Lifestyle beschreiben?

Kreativ, Start-Up, Kaffee, Bier, Langschläfer.

Welche Bücher, Zeitungen und Magazine liest du?

Durch mein Journalismusstudium verfolge ich die Medien sehr genau, sei es on- oder offline. Das geht von großen, tagesaktuellen Zeitungen bis hin zu spezifischen Marketing / Social Media Blogs.

Am Wochenende gönne ich mir immer „Die Zeit“ – das ist ein fixes Ritual und ich    liebe es, durch die großen Seiten zu blättern. Durch mein „Zeitungs- und Magazinlastiges“ Leseverhalten bleiben Bücher ein bisschen auf der Strecke, ich bin da aber auch eher der Krimi- oder Fantasytyp.

Welche Filme und Serien begeistern dich?

 Meine Favoriten in jüngster Vergangenheit: Die dänische Serie „Borgen“ und der   Film „Victoria“.

Neben wem würdest Du gerne im Flugzeug sitzen?

Ich habe so lange Beine, das Beste ist doch, wenn der Platz frei bleibt?

Deine Lieblingsdestinationen weltweit?

Warschau, Kopenhagen, New York

Deine Lebensphilosophie?

Swaghetti Yolonese.

Koffer, Weekender oder Rucksack?

Was für eine Frage – Rucksack schultern und los geht’s!

Was sollten wir noch über dich wissen?

Gebt mir nie Haribo Süßigkeiten, sonst widme ich mich für die folgende halbe Stunde        nur noch den Gummibären. Mhhhhm.

Reisen ist: … das Beste im Leben

Leben ist: … lebenswert seit 1992.

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janpoeltner

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